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U.S.: Heavy Metal Update 2026

Stahl, Alu & Kupfer: Die neuen US-Zölle sind da! Erfahre alles über die 15%-Regel, 200%-Russland-Zölle und wie du deine Importe rettest. 🛠️🇺🇸


Hand aufs Herz: Wer liest schon freiwillig Zoll-Mitteilungen am Freitagabend? Aber die Nachricht CSMS # 68253075 der US-Zollbehörde (CBP) hat es in sich. Wenn du im Business mit Metallen oder deren Derivaten unterwegs bist, solltest du jetzt kurz den Kaffee abstellen.


Seit dem 6. April 2026 weht im US-Zollhafen ein neuer Wind – und der riecht nach Section 232. Hier ist das Update, das du brauchst, ohne das Beamtendeutsch.


1. Die "Drei-Musketiere"-Steuer: Stahl, Alu und jetzt Kupfer

Bisher waren Stahl und Aluminium die üblichen Verdächtigen. Jetzt hat sich Kupfer offiziell dazu gesellt. Die USA erheben nun zusätzliche Zölle zwischen 10 % und 50 % auf den vollen Zollwert.

  • Keine Doppel-Abkasse: Falls dein Teil aus Stahl und Alu besteht, keine Sorge. Du zahlst nur einen der Zollsätze, nicht beide kombiniert. Ein bisschen Fairness muss sein.

  • Der "Geist" im Metall: Wenn in deinem Artikel gar kein Stahl, Alu oder Kupfer drin ist (obwohl er in der Liste steht), zahlst du natürlich auch nichts extra.


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2. Die magische 15-Prozent-Grenze

Das ist dein wichtigster "Lifehack": Wenn dein Produkt weniger als 15 % Gesamtgewicht des jeweiligen Metalls enthält, bist du aus dem Schneider (0 % Zusatzzoll).

Vorsicht: Das gilt nicht für die "echten" Metall-Kapitel (HTSUS 72, 73, 74 und 76). Wenn du reinen Stahl importierst, hilft dir die Gewichtsausrede nicht. Mathe-Hausaufgabe: Wenn du die 15%-Regel nutzt, musst du das genaue Gewicht der Metalle in Kilogramm bei der Anmeldung angeben. Also: Waage raus!

3. Wer zahlt was? (Ein Blick in die Preisliste)

Hier wird es spezifisch. Die CBP hat eine Reihe von "9903"-Codes erstellt:


  • Der Standard (9903.82.02): Knackige 50 % für Stahl-, Alu- und Kupferartikel.

  • Der britische Kumpel-Bonus (9903.82.04): Nur 25 %, wenn das Metall nachweislich zu 95 % im Vereinigten Königreich geschmolzen und gegossen wurde.

  • Der US-Heimvorteil (9903.82.06): Nur 10 %, wenn das Zeug zu 95 % in den USA geschmolzen wurde.

  • Die Russland-Keule (9903.85.67/68): Hier wird’s schmerzhaft. 200 % Zoll auf alles, was mit russischem Aluminium zu tun hat. Da gibt es auch keine Ausnahmen durch die 15%-Regel.


4. Woher kommt das Metal wirklich? ("Melt and Pour")

Der Zoll will es ganz genau wissen. Du kannst nicht einfach "Import aus Europa" sagen.

  • Bei Stahl musst du angeben, wo er geschmolzen und gegossen wurde (Melt and Pour).

  • Bei Aluminium ist es das Land des Schmelzens und Gießens (Smelt and Cast).

  • Für Kupfer-Kabel (speziell HTS 8544.42.10 und Co.) wird diese Info bald ebenfalls Pflicht im ACE-System.


5. Logistik-Check: FTZ und Drawbacks bei Metallen

  • Foreign Trade Zones (FTZ): Wenn du Waren in eine US-Freizone bringst, musst du sie als "Privileged Foreign Status" anmelden. Das ist quasi eine Reservierung deines Zollsatzes, damit dich spätere Änderungen nicht kalt erwischen.

  • Drawback: Gute Nachrichten! Wenn du die importierten Metalle zur Herstellung nutzt und dann wieder exportierst, kannst du dir die Section-232-Zölle teilweise zurückholen.

  • Chapter 98: Auch wenn du normalerweise zollfrei importierst (z.B. US-Warenrücksendungen), wird der Section-232-Zoll trotzdem auf den vollen Wert fällig.


6. Der Blick in die Zukunft der U.S. Metalimporte

Markier dir den 1. Januar 2028 im Kalender. Dann ändern sich viele dieser temporären Codes und werden in permanente Raten überführt. Bis dahin heißt es: Dokumentation ist alles.

Fazit: Der Zoll wird smarter und die Regeln strenger. Wenn dein Metall-Anteil bei 14,9 % liegt, solltest du deine Dokumente besser dreifach checken, bevor der CBP-Prüfer vor der Tür steht.

Hast du schon mal ausgerechnet, ob deine Bestseller über oder unter der 15-Prozent-Grenze liegen?


Noch eine kurze Frage zum Abschluss: Hast du schon geprüft, ob deine technischen Datenblätter das exakte Gewicht des Metallanteils in kg ausweisen, um die 15%-Befreiung rechtssicher zu nutzen?


Haftungsausschluss Dieser Blog dient ausschließlich Informationszwecken und stellt keine Rechtsberatung dar. Für eine individuelle Beratung wenden Sie sich bitte an einen qualifizierten Außenhandels- oder Rechtsexperten, wie Arne Mielken :-). Ein kostenloses Erstgespäch gibt es auf www.customsmanager.org -> Book Expert Call




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